Impressum

NAU Travel GmbH
Geschäftsführer Mag. Andreas Hekel
Haspingerstraße 18
6020 Innsbruck
FN 485759 b

Tel: +43 699 120 85 256
Email

UID: ATU73135403

Steuernummer: 81 393 / 7836

Bankverbindung:
NAU Travel GmbH
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BIC: RZTIAT22362

Veranstalterverzeichnis: 2018/0024
Mitglied der Wirtschaftkammer Tirol
Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft
Fachgruppe Reisebüros

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Fotonachweis: NAU Travel GmbH

Grafik & Konzeption der Website

NAU Agency OG
Haspingerstraße 18 – 6020 Innsbruck
Mail: Email – Web: www.nau.agency

 

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mediashack || Foto.Video.Design.
Rosiggengasse 9 – 6143 Pfons
Mail: be@mediashack.at – Web: www.mediashack.at

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AGB NAU Travel GmbH

Geschäftsbedingungen für Reiseveranstalter von Pauschalreisen im
Sinne des Pauschalreisegesetzes

Unsere AGB’s können Sie hier als 2019 AGB NAU Travel herunterladen

1. Geltungsbereich und Definitionen
1.1. Ein Reiseveranstalter ist ein Unternehmer, der entweder direkt oder über einen
anderen Unternehmer oder gemeinsam mit einem anderen Unternehmer
Pauschalreisen (iSd § 2 Abs 2 PRG) zusammenstellt und vertraglich zusagt oder anbietet
(Vgl. § 2 Abs 7 PRG). Der Reiseveranstalter erbringt seine Leistungen entsprechend den
gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere dem Pauschalreisegesetz (PRG), sowie der
Pauschalreiseverordnung (PRV) mit der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers.
Ein Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person, der
Unternehmereigenschaft nach § 1 KSchG zukommt (Vgl § 2 Abs 9 PRG).
Im nachfolgenden meint Reiseveranstalter das Unternehmen NAU Travel GmbH.
1.2. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten als vereinbart, wenn sie – bevor der
Reisende durch eine Vertragserklärung an einen Vertrag gebunden ist – übermittelt
wurden oder der Reisende deren Inhalt einsehen konnte. Sie ergänzen den mit dem
Reisenden abgeschlossenen Pauschalreisevertrag. Bucht der Reisende für Dritte
(Mitreisende), bestätigt er damit, dass er von diesen Dritten bevollmächtigt wurde, ein
Anbot für sie einzuholen, die allgemeinen Geschäftsbedingungen für sie zu vereinbaren
sowie einen Pauschalreisevertrag für sie abzuschließen. Der Reisende, der für sich oder
für Dritte eine Buchung vornimmt, gilt damit als Auftraggeber und übernimmt analog
im Sinne des § 7 Abs 2 PRG, sofern nicht eine andere Vereinbarung getroffen wird, die
Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem Reiseveranstalter (Zahlungen, Rücktritt vom
Vertrag usw).
1.3. Reisender ist jede Person, die einen den Bestimmungen des Pauschalreisegesetzes
unterliegenden Vertrag (z.B. Pauschalreisevertrag) zu schließen beabsichtigt oder die
aufgrund eines solchen Vertrags berechtigt ist, Reiseleistungen in Anspruch zu
nehmen.
1.4. Der Katalog und die Homepage des Reiseveranstalters dienen als bloße Werbemittel.
Die darin präsentierten Pauschalreisen und sonstigen Leistungen stellen keine Anbote
dar (Vgl 2.2.).
1.5. Unter einem Pauschalreisevertrag versteht man den Vertrag, der zwischen dem
Reiseveranstalter und dem Reisenden über eine Pauschalreise abgeschlossen wird.
1.6. Unter dem Reisepreis wird der im Pauschalreisevertrag angegebene, vom Reisenden
zu bezahlende Betrag verstanden.
1.7. Eine Person mit eingeschränkter Mobilität ist analog zu Art 2 lit a VO 1107/2006
(Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter
Mobilität) eine Person mit einer körperlichen Behinderung (sensorisch oder
motorisch, dauerhaft oder zeitweilig), die die Inanspruchnahme von Bestandteilen
der Pauschalreise (z.B. Benutzung eines Beförderungsmittels, einer Unterbringung)
einschränkt und eine Anpassung der zu vereinbarenden Leistungen an die besonderen
Bedürfnisse dieser Person erfordert.
1.8. Unvermeidbare und außergewöhnliche bzw. unvorhersehbare Umstände sind
Vorfälle/Ereignisse/Gegebenheiten außerhalb der Sphäre/Kontrolle desjenigen, der
sich auf sie beruft und deren Folgen sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen,
wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären (z.B. Kriegshandlungen,
schwerwiegende Beeinträchtigungen der Sicherheit wie Terrorismus, Ausbrüche
schwerer Krankheiten, Naturkatastrophen, Witterungsverhältnisse, die eine sichere
Reise verhindern etc.) (Vgl § 2 Abs 12 PRG).
1.9. Das Pauschalreisegesetz und die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten nicht für
Pauschalreiseverträge, die auf der Grundlage einer allgemeinen Vereinbarung über die
Organisation von Geschäftsreisen (z.B. Rahmenvertrag) zwischen zwei Unternehmern
geschlossen werden.
2. Aufgaben des Reiseveranstalters
2.1. Ausgehend von den Angaben des Reisenden erstellt der Reiseveranstalter für den
Reisenden Reisevorschläge. Diese sind unverbindlich, es handelt sich deshalb noch
nicht um Anbote iSd § 4 PRG. Können aufgrund der Angaben des Reisenden keine
Reisevorschläge erstellt werden (keine Varianten, keine Leistungen etc.) so weist der
Reiseveranstalter den Reisenden darauf hin.
Die Reisevorschläge basieren auf den Angaben des Reisenden, weshalb unrichtige
und/oder unvollständige Angaben durch den Reisenden – mangels Aufklärung durch den
Reisenden – Grundlage der Reisevorschläge sein können. Bei der Erstellung von
Reisevorschlägen können beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), die Höhe
des Preises, Fachkompetenzen des Leistungsträgers, Rabatte, das Bestpreisprinzip und
anderes mehr allenfalls als Parameter herangezogen werden.
2.2. Hat der Reisende ein konkretes Interesse an einem der vom Reiseveranstalter ihm
unterbreiteten Reisevorschläge, dann erstellt der Reiseveranstalter auf Basis des
Reisevorschlages ein Reiseanbot gemäß den Vorgaben des § 4 PRG, soweit diese für die
Reise von Relevanz sind. Das vom Reiseveranstalter erstellte Reiseanbot bindet den
Reiseveranstalter. Änderungen der im Reiseanbot enthaltenen vorvertraglichen
Informationen aufgrund von Preis- oder Leistungsänderungen sind möglich, sofern sich
der Reiseveranstalter dies im Reiseanbot vorbehalten hat, er den Reisenden vor
Abschluss des Pauschalreisevertrages klar, verständlich und deutlich über die
Änderungen informiert und die Änderungen im Einvernehmen zwischen Reisenden und
Reiseveranstalter vorgenommen werden (Vgl § 5 Abs 1 PRG). Ein Vertrag zwischen
Reiseveranstalter und Reisendem kommt zustande, wenn das Reiseanbot durch den
Reisenden angenommen wird (= Vertragserklärung des Reisenden). Der
Reiseveranstalter bestätigt den Vertrag schriftlich mit Absenden einer
Buchungsbestätigung. Der Vertrag tritt mit Erhalt der Buchungsbestätigung.
2.3. Der Reiseveranstalter berät und informiert den Reisenden auf Grundlage der vom
Reisenden dem Reiseveranstalter mitgeteilten Angaben. Der Reiseveranstalter stellt
die vom Reisenden angefragte Pauschalreise unter Rücksichtnahme auf die
landesüblichen Gegebenheiten des jeweiligen Bestimmungslandes/Bestimmungsortes
sowie unter Rücksichtnahme auf die mit der Pauschalreise allenfalls verbundenen
Besonderheiten (z.B. Expeditionsreisen) nach besten Wissen dar. Eine Pflicht zur
Information über allgemein bekannte Gegebenheiten (z.B. Topographie, Klima, Flora
und Fauna der vom Reisenden gewünschten Destination etc.) besteht nicht, sofern, je
nach Art der Pauschalreise, keine Umstände vorliegen, die einer gesonderten
Aufklärung bedürfen oder sofern nicht die Aufklärung über Gegebenheiten für die
Erbringung und den Ablauf bzw. die Durchführung der zu vereinbarenden Leistungen
erforderlich ist. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich der Reisende bewusst
für eine andere Umgebung entscheidet und der Standard, die Ausstattung, die Speisen
(insbesondere Gewürze) sowie Hygiene sich an den jeweiligen für das
Bestimmungsland/den Bestimmungsort üblichen regionalen Standards/Kriterien
orientieren. Darüber hinaus hat der Reisende die Möglichkeit nähere Angaben zu den
landesüblichen Gegebenheiten, insbesondere in Hinblick auf Lage, Ort und Standard
(Landesüblichkeit) der zu vereinbarenden Leistungen grundsätzlich auf der Website
des Reiseveranstalters nachzulesen.
2.4. Der Reiseveranstalter informiert den Reisenden gemäß § 4 PRG, bevor dieser durch
eine Vertragserklärung an einen Pauschalreisevertrag gebunden ist:
2.4.1. Über das Vorliegen einer Pauschalreise mittels Standardinformationsblatt
gemäß § 4 Abs 1 PRG.
2.4.2. Über die in § 4 Abs 1 PRG angeführten Informationen, sofern diese für die zu
vereinbarende Pauschalreise einschlägig und für die Durchführung und
Leistungserbringung erforderlich sind (z.B. sind bei einem reinen Badeurlaub
keine Hinweise auf Besichtigungen wie bei Studienreisen etc. erforderlich,
sofern diese nicht Teil der vereinbarten Leistungen sind). Darüber hinaus können
diese Informationen grundsätzlich auf der Homepage des jeweiligen
Reiseveranstalters eingesehen werden.
2.4.3. Ob die zu vereinbarende Pauschalreise im Allgemeinen für Personen mit
eingeschränkter Mobilität geeignet ist (vgl 1.6.), sofern diese Information für
die betreffende Pauschalreise einschlägig ist (§ 4 Abs 1 Z 1 lit h PRG).
2.4.4. Über allgemeine Pass- und Visumserfordernisse des Bestimmungslandes
einschließlich der ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa und für die
Abwicklung von gesundheitspolizeilichen Formalitäten (§ 4 Abs 1 Z 6 PRG),
sofern diese Informationen für die betreffende Pauschalreise einschlägig sind.
Auf Nachfrage informiert der Reiseveranstalter über Devisen- und
Zollvorschriften. Darüber hinaus können allgemeine Informationen zu Pass- und
Visumserfordernissen, zu gesundheitspolizeilichen Formalitäten sowie zu
Devisen- und Zollvorschriften von Reisenden mit österreichischer
Staatsbürgerschaft durch Auswahl desgewünschten Bestimmungslandes unter
https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/laender/ – bzw.
von EU-Bürgern von ihren jeweiligen Vertretungsbehörden – eingeholt werden.
Als bekannt wird vorausgesetzt, dass für Reisen ins Ausland in der Regel ein
gültiger Reisepass (z.B. nicht abgelaufen, nicht als gestohlen oder verloren
gemeldet etc.) erforderlich ist, für dessen Gültigkeit der Reisende selbst
verantwortlich ist. Der Reisende ist für die Einhaltung der ihm mitgeteilten
gesundheitspolizeilichen Formalitäten selbst verantwortlich. Für die Erlangung
eines notwendigen Visums ist der Reisende, sofern sich nicht der
Reiseveranstalter oder Reisevermittler bereit erklärt hat, die Besorgung eines
solchen zu übernehmen, selbst verantwortlich.
2.5. Besondere Wünsche des Reisenden im Sinne von Kundenwünschen (z.B. Meerblick),
sind grundsätzlich unverbindlich und lösen keinen Rechtsanspruch aus, solange diese
Wünsche nicht vom Reiseveranstalter im Sinne einer Vorgabe des Reisenden gemäß §
6 Abs 2 Z 1 PRG bestätigt worden sind. Erfolgt eine Bestätigung, liegt eine verbindliche
Leistungszusage vor.
Die Aufnahme von Kundenwünschen durch den Reiseveranstalter stellt lediglich eine
Verwendungszusage dar, diese an den konkreten Leistungsträger weiterzuleiten bzw.
ihre Erfüllbarkeit abzuklären und ist keine rechtlich verbindliche Zusage, solange sie
nicht vom Reiseveranstalter bestätigt wurde.
2.6. Bucht der Reisende nicht direkt beim Reiseveranstalter (z.B. durch Besuch in der
Filiale, Anfrage per Telefon oder Mail etc.), sondern über einen Reisevermittler gelten
für diesen die Bestimmungen gemäß Punkt 2. dieser AGB.
3. Befugnisse des Reisevermittlers und vor Ort gebuchte Leistungen
3.1. Reisevermittler sind vom Reiseveranstalter nicht ermächtigt, abweichende
Vereinbarungen zu treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die
den vereinbarten Inhalt des Pauschalreisevertrags abändern, über die vertraglich
zugesagten Leistungen vom Reiseveranstalter hinausgehen oder im Widerspruch zum
Reiseanbot stehen. Reisekataloge und Internetausschreibungen, die nicht vom
Reiseveranstalter herausgegeben wurden, sind für den Reiseveranstalter und dessen
Leistungspflicht nicht verbindlich, soweit sie nicht durch ausdrückliche Vereinbarung
zwischen Reiseveranstalter und Reisendem zum Gegenstand des Reiseanbots oder zum
Inhalt der Leistungspflicht des Reiseveranstalters gemacht wurden.
3.2. Bei Dritten vom Reiseveranstalter verschiedenen bzw. dem Reiseveranstalter nicht
zurechenbaren Leistungsträgern gebuchte Leistungen vor Ort sind für den
Reiseveranstalter und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich und werden diesem
nicht zugerechnet, sofern diese Leistungen nicht ausdrücklich vom Reiseveranstalter
bestätigt/autorisiert wurden (vgl auch 20.6.).
4. Aufklärungs- und Mitwirkungspflicht des Reisenden
4.1. Der Reisende hat dem Reiseveranstalter – gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines
Reisevermittlers, wenn über einen solchen gebucht wurde – alle für die Pauschalreise
erforderlichen und relevanten personenbezogenen (z.B. Geburtsdatum,
Staatsangehörigkeit etc.) und sachbezogenen Informationen (z.B. geplante
Einfuhr/Mitnahme von Medikamenten, Prothesen, Tieren etc.) rechtzeitig, vollständig
und wahrheitsgemäß mitzuteilen. Der Reisende hat den Reiseveranstalter über alle in
seiner Person oder der von Mitreisenden gelegenen Umstände (z.B. Allergien,
Nahrungsmittelunverträglichkeit, keine Reiseerfahrung etc.) und über seine bzw. die
besonderen Bedürfnisse seiner Mitreisenden, insbesondere über eine vorliegende
eingeschränkte Mobilität bzw. den Gesundheitszustand und sonstige Einschränkungen,
welche für die Erstellung von Reiseanboten bzw. für die Aus- bzw. Durchführung einer
Pauschalreise mit den zu vereinbarenden Leistungen von Relevanz sein können (z.B.
bei Wanderreisen etc.), wenn erforderlich unter Beibringung eines vollständigen
qualifizierten Nachweises (z.B. ärztliches Attest), in Kenntnis zu setzen.
4.2. Dem Reisenden wird empfohlen, bei Vorliegen einer eingeschränkten Mobilität oder
anderen Einschränkungen bzw. besonderen Bedürfnissen im Sinne des Punkt 4.1. (z.B.
Erfordernis spezieller Medikation, regelmäßiger medizinischer Behandlungen etc.), die
geeignet erscheinen, die Reisedurchführung zu beeinträchtigen, vor Buchung mit
einem Arzt abzuklären, ob die notwendige Reisefähigkeit gegeben ist.
4.3. Kommt es erst im Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Antritt der Pauschalreise
zu einer Einschränkung der Mobilität des Reisenden oder ergeben sich in diesem
Zeitraum sonstige Einschränkungen im Sinne des 4.1. hat der Reisende dem
Reiseveranstalter dies unverzüglich – wobei die Schriftform aus Beweisgründen
empfohlen wird – mitzuteilen, damit dieser entscheiden kann, ob der Reisende
weiterhin ohne Gefährdung der eigenen Person oder der Mitreisenden an der
Pauschalreise teilnehmen kann, oder ob er zum Ausschluss des Reisenden und
Vertragsrücktritt berechtigt ist. Kommt der Reisende seiner Aufklärungspflicht nicht
vollständig bzw. rechtzeitig nach und erklärt der Reiseveranstalter den
Vertragsrücktritt, steht dem Reiseveranstalter ein Anspruch auf Entschädigung gemäß
den Entschädigungspauschalen zu.
4.4. Der Reisende, der für sich oder Dritte (Mitreisende) eine Buchung vornimmt, gilt als
Auftraggeber und übernimmt analog im Sinne des § 7 Abs 2 PRG, sofern nicht eine
andere Vereinbarung getroffen wird, die Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem
Reiseveranstalter (z.B. Entrichtung des Entgelts; nur der Auftraggeber ist berechtigt
den Rücktritt vom Vertrag zu erklären etc.) (vgl 1.2.).
4.5. Der Reisende ist verpflichtet, sämtliche durch den Reiseveranstalter übermittelten
Vertragsdokumente (z.B. Pauschalreisevertrag, Buchungsbestätigung, Gutscheine,
Vouchers) auf sachliche Richtigkeit zu seinen Angaben/Daten und auf allfällige
Abweichungen (Schreibfehler; z.B. Namen, Geburtsdatum) sowie Unvollständigkeiten
zu überprüfen und im Fall von Unrichtigkeiten/Abweichungen/Unvollständigkeiten
diese dem Reiseveranstalter unverzüglich zur Berichtigung – wobei die Schriftform aus
Beweisgründen empfohlen wird – mitzuteilen. Einen allenfalls dadurch entstehenden
Mehraufwand, wenn dieser Mehraufwand auf falschen oder unrichtigen Angaben des
Reisenden beruht, hat der Reisende zu tragen, wobei die Gebühr mindestens €100,00
beträgt.
4.6. Der Reiseveranstalter trägt im Fall der Unmöglichkeit der vertraglich vereinbarten
Rückbeförderung des Reisenden aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher
Umstände die Kosten für die notwendige Unterbringung für höchstens drei Nächte. Dies
gilt nicht für Reisende mit eingeschränkter Mobilität (gemäß Artikel 2 Buchstabe a der
Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und
Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität) und deren Mitreisende, für schwangere
Reisende, für unbegleitete minderjährige Reisende und für Reisende, die besondere
medizinische Betreuung benötigen, sofern die genannten Personen ihre besonderen
Bedürfnisse, die bei Buchung noch nicht bestanden haben oder ihnen noch nicht
bekannt sein mussten, dem Reiseveranstalter 48 Stunden vor Reisebeginn mitteilen
(Vgl 4.3.).
4.7. Der Reisende hat gemäß § 11 Abs 2 PRG jede von ihm wahrgenommene
Vertragswidrigkeit der vereinbarten Reiseleistungen unverzüglich und vollständig,
inklusive konkrete Bezeichnung der Vertragswidrigkeit/des Mangels, zu melden, damit
der Reiseveranstalter in die Lage versetzt werden kann, die Vertragswidrigkeit – sofern
dies je nach Einzelfall möglich oder tunlich ist – unter Berücksichtigung der jeweiligen
Umstände (z.B. Zeitverschiebung, Unmöglichkeit der Kontaktaufnahme bei
Expeditionsreise, Vorliegen einer Alternative bzw. einer Austausch-
/Verbesserungsmöglichkeit etc.) und des allenfalls damit einhergehenden Aufwandes
(z.B. Ersatzzimmer säubern, Ersatzhotel ausfindig machen etc.), vor Ort zu beheben.
Bucht der Reisende über einen Reisevermittler und tritt eine Vertragswidrigkeit auf,
hat der Reisende die Vertragswidrigkeit dem Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort,
oder, direkt dem Reiseveranstalter unter der im Pauschalreisevertrag mitgeteilten
Notfallnummer zu melden. Gegebenenfalls kann der Reisende nach der Reise dem
Reisevermittler die Vertragswidrigkeit melden. Es wird dem Reisenden empfohlen, sich
dabei insbesondere aus Beweisgründen der Schriftform zu bedienen. Im Falle des
Unterlassens der Meldung einer Vertragswidrigkeit hat dies, wenn Abhilfe vor Ort
möglich und eine Meldung auch zumutbar gewesen wäre, Auswirkungen auf allfällige
gewährleistungsrechtliche Ansprüche des Reisenden. Das Unterlassen der Meldung
kann gemäß § 12 Abs 2 PRG hinsichtlich schadenersatzrechtlicher Ansprüche auch als
Mitverschulden (§ 1304 ABGB) angerechnet werden. Eine Meldung einer
Vertragswidrigkeit bewirkt noch keine Leistungszusage des Reiseveranstalters.
4.8. Der Reisende ist verpflichtet, den im Rahmen des getroffenen Pauschalreisevertrages
vereinbarten Reisepreis gemäß den Zahlungsbestimmungen fristgerecht und
vollständig zu bezahlen. Im Fall der nicht fristgerechten oder nicht vollständigen
Anzahlung oder Restzahlung behält sich der Reiseveranstalter nach Mahnung unter
Setzung einer Nachfrist vor, den Rücktritt vom Vertrag zu erklären und unabhängig von
der anfallenden Entschädigungspauschale einen allenfalls darüber hinausgehenden
Schadenersatz anzusprechen.
4.9. Der Reisende hat im Fall der Geltendmachung und des Erhalts von Zahlungen aus
Schadenersatz- oder Preisminderungsansprüchen im Sinne des § 12 Abs 5 PRG (z.B.
Ausgleichszahlung gemäß Art 7 FluggastrechteVO) oder im Falle des Erhalts sonstiger
Auszahlungen und Leistungen von Leistungsträgern oder von Dritten, die auf
Schadenersatz- oder Preisminderungsansprüche des Reisenden wider dem
Reiseveranstalter anzurechnen sind (z.B. Auszahlungen des Hotels), den
Reisevermittler oder Reiseveranstalter von diesem Umstand vollständig und
wahrheitsgemäß in Kenntnis zu setzen.
4.10. Den Reisenden trifft bei Auftreten von Vertragswidrigkeiten grundsätzlich eine
Schadensminderungspflicht (§ 1304 ABGB).
5. Versicherung
5.1. Grundsätzlich ist bei Urlaubsreisen zu beachten, dass keine wertvollen Gegenstände,
wichtige Dokumente etc. mitgenommen werden sollten. Bei wichtigen Dokumenten
wird die Anfertigung und Verwendung von Kopien – soweit deren Gebrauch erlaubt ist
– empfohlen. Der Diebstahl von Wertgegenständen kann nicht ausgeschlossen werden
und ist vom Reisenden grundsätzlich selbst, als Verwirklichung des allgemeinen
Lebensrisikos, zu tragen.
5.2. Es wird empfohlen, eine Versicherung (Reiserücktrittsversicherung,
Reiseabbruchversicherung, Reisegepäckversicherung, Reisehaftpflichtversicherung,
Auslandsreisekrankenversicherung, Verspätungsschutz, Personenschutz etc.), welche
ausreichende Deckung ab dem Datum des Pauschalreisevertrages bis zum Ende der
Pauschalreise gewährleistet, abzuschließen.
6. Buchung/Vertragsabschluss/Anzahlung
6.1. Der Pauschalreisevertrag kommt zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter
zustande, wenn Übereinstimmung über die wesentlichen Vertragsbestandteile (Preis,
Leistung und Termin) besteht und der Reisende das Anbot des Reiseveranstalters
annimmt. Dadurch ergeben sich Rechte und Pflichten für den Reiseveranstalter und für
den Reisenden.
6.2. Der Reisende hat lt. RSV, 10% Anzahlung inkl. Bearbeitungsgebühr innerhalb von 10
Tagen nach Erhalt der Buchungsbestätigung, frühestens elf Monate vor dem
vereinbarten Ende der Reise zu zahlen. Die Restzahlung erfolgt frühestens zwei
Wochen vor Reiseantritt – Zug um Zug gegen Aushändigung der Reiseunterlagen an den
Reisenden. Reiseunterlagen werden nach Erhalt Ihrer Restzahlung zugesandt.
6.3. Erfolgt ein Vertragsschluss innerhalb von 20 Tagen vor Abreise, ist der gesamte
Reisepreis bei Zugang des Pauschalreisevertrages auf das dort genannte Konto (oder
auf das vom Reisevermittler bekanntgegebene Konto) sofort zu überweisen.
6.4. Kommt der Reisende seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß 6.2. oder 6.3. nicht nach,
behält sich der Reiseveranstalter nach Mahnung mit Fristsetzung vor, den Rücktritt
vom Vertrag zu erklären und Schadenersatz entsprechend den
Entschädigungspauschalen zu verlangen.
7. Personen mit eingeschränkter Mobilität
7.1. Ob eine Pauschalreise für Personen mit eingeschränkter Mobilität konkret geeignet ist,
ist im Einzelfall unter Berücksichtigung der Art und des Ausmaßes der eingeschränkten
Mobilität, des Charakters der Pauschalreise (z.B. Abenteuerreise, Studienreise,
Städtetrip etc.), des Bestimmungslandes/Bestimmungsortes, der Transportmittel (z.B.
Bus, Flugzeug, Schiff etc.), sowie der Unterkunft (z.B. Hotel, Almhütte, Zelt etc.)
abzuklären. Personen mit eingeschränkter Mobilität haben deshalb beim
Reiseveranstalter nachzufragen, ob die gewünschte Pauschalreise im konkreten Fall
für sie geeignet ist. Die Eignung einer Pauschalreise im konkreten Fall für Personen mit
eingeschränkter Mobilität, bedeutet nicht, dass sämtliche im Pauschalreisevertrag
enthaltene Leistungen uneingeschränkt von der Person mit eingeschränkter Mobilität
in Anspruch genommen werden können (so kann z.B. eine Hotelanlage über geeignete
Zimmer und andere Bereiche für Personen mit eingeschränkter Mobilität verfügen. Dies
bedeutet aber nicht, dass die gesamte Anlage (z.B. Benützung des Pools etc.) für
Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist
7.2. Der Reiseveranstalter kann die Buchung einer Pauschalreise durch eine Person mit
eingeschränkter Mobilität ablehnen, sofern der Reiseveranstalter und/oder einer der
Erfüllungsgehilfen (z.B. Hotel, Airline etc.) nach einer sorgfältigen Einschätzung der
spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse des Reisenden zu dem Schluss kommen,
dass dieser nicht sicher und in Übereinstimmung mit den Sicherheitsbestimmungen
befördert/untergebracht werden kann oder zur Auffassung gelangen, dass die
konkrete Pauschalreise für den Reisenden nicht geeignet ist.
7.3. Der Reiseveranstalter und/oder einer der Erfüllungsgehilfen (z.B. Airline, Hotel etc.)
behält sich das Recht vor, die Beförderung/Unterbringung eines Reisenden abzulehnen,
der es verabsäumt hat, den Reiseveranstalter gemäß 4.1. und/oder 4.3. der AGB
ausreichend über seine eingeschränkte Mobilität und/oder besonderen Bedürfnisse zu
benachrichtigen, um dadurch den Reiseveranstalter und/oder den Erfüllungsgehilfen
in die Lage zu versetzen, die Möglichkeit der sicheren und organisatorisch praktikablen
Beförderung/Unterbringung zu beurteilen.
7.4. Der Reiseveranstalter behält sich das Recht vor, Reisenden, die der Meinung des
Reiseveranstalters und/oder eines der Erfüllungsgehilfen (z.B. Airline, Hotel etc.) nach
nicht reisefähig sind oder nicht für die Pauschalreise aufgrund des Reiseverlaufs, der
Reisedestination etc. geeignet sind oder eine Gefahr für sich oder andere während der
Pauschalreise darstellen, die Teilnahme an der Pauschalreise aus Sicherheitsgründen
zu verweigern.
8. Pauschalreisevertrag
8.1. Der Reisende erhält bei Abschluss eines Pauschalreisevertrages oder unverzüglich
danach eine Ausfertigung des Vertragsdokuments oder eine Bestätigung des Vertrags
auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, Email). Wird der Pauschalreisevertrag
in gleichzeitiger Anwesenheit der Vertragsparteien geschlossen, hat der Reisende
Anspruch auf eine Papierfassung. Bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen
Verträgen im Sinne des § 3 Z 1 FAGG stimmt der Reisenden zu, die Ausfertigung oder
Bestätigung des Pauschalreisevertrages alternativ auch auf einem anderen dauerhaften
Datenträger (z.B. Email) zur Verfügung gestellt zu bekommen.
8.2. Dem Reisenden werden an der zuletzt von ihm bekanntgegebenen Zustell-
/Kontaktadresse rechtzeitig vor Beginn der Pauschalreise, sofern nichts anderes
vereinbart wurde, die Buchungsbelege, Gutscheine, Beförderungsausweise und
Eintrittskarten, Informationen zu den geplanten voraussichtlichen Abreisezeiten und
gegebenenfalls zu planmäßigen Zwischenstationen, Anschlussverbindungen und
Ankunftszeiten zur Verfügung gestellt. Sollten die soeben genannten
Dokumente/Unterlagen Unrichtigkeiten/Abweichungen/Unvollständigkeiten im Sinne
von 4.5. aufweisen, hat der Reisende den Reisevermittler oder Reiseveranstalter zu
kontaktieren (Vgl 4.5.).
9. Ersatzperson
9.1. Der Reisende hat gemäß § 7 PRG das Recht, den Pauschalreisevertrag auf eine andere
Person, die sämtliche Vertragsbedingungen erfüllt und auch für die Pauschalreise
geeignet ist (Kriterien können z.B. das Geschlecht, das (Nicht)vorliegen einer
Schwangerschaft, der Gesundheitszustand, erforderliche Impfungen/ausreichender
Impfschutz, besondere Kenntnisse und Fähigkeiten, Visa, gültige Einreisedokumente,
das Nichtbestehen eines Einreiseverbotes etc. sein) zu übertragen. Erfüllt die andere
Person nicht alle Vertragsbedingungen oder ist sie nicht für die Pauschalreise geeignet,
kann der Reiseveranstalter der Übertragung des Vertrages widersprechen. Der
Reiseveranstalter ist innerhalb einer angemessenen Frist von 20 Tagen, spätestens
jedoch sieben Tage vor Reisebeginn auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Papier,
Email) über die Übertragung des Vertrages in Kenntnis zu setzen.
Für die Übertragung des Pauschalreisevertrages ist eine Mindestmanipulationsgebühr
von €50,00 zu entrichten, sofern nicht darüber hinaus Mehrkosten entstehen. Der
Reisende, der den Pauschalreisevertrag überträgt, und die Person, die in den Vertrag
eintritt, haften dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den noch ausstehenden
Betrag des Reisepreises und die Mindestmanipulationsgebühr, sowie für allenfalls
darüber hinaus entstehende Mehrkosten.
9.2. Viele Fluggesellschaften oder andere Beförderer oder Dienstleister behandeln
Änderungen des Reisedatums oder des Namens des Reisenden als Stornierungen und
berechnen diese entsprechend. Entstehen dabei Mehrkosten, werden diese dem
Reisenden in Rechnung gestellt (analog § 7 Abs 2 PRG).
10. Preisänderungen vor Reisebeginn
10.1. Der Reiseveranstalter behält sich im Pauschalreisevertrag das Recht vor, nach
Abschluss des Pauschalreisevertrages bis spätestens 20 Tage vor Beginn der
Pauschalreise Preisänderungen vorzunehmen. Der Reiseveranstalter wird den
Reisenden an der von ihm zuletzt bekanntgegebenen Adresse klar, verständlich und
deutlich auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, Email) spätestens 20 Tage
vor Beginn der Pauschalreise über die Preiserhöhung (inklusive Berechnung) unter
Angabe der Gründe in Kenntnis setzen.
10.2. Bei Änderung folgender Kosten nach Vertragsschluss sind Preisänderungen zulässig:
1) Kosten für die Personenbeförderung infolge der Kosten für Treibstoff oder andere
Energiequellen;
2) Höhe der Steuern und Abgaben, die für die vertraglich vereinbarten Reiseleistungen
zu entrichten sind, wie z.B. Aufenthaltsgebühren, Landegebühren, Ein- oder
Ausschiffungsgebühren in Häfen, entsprechende Gebühren auf Flughäfen sowie
Gebühren für Dienstleistungen in Häfen oder Flughäfen;
3) die für die Pauschalreise geltenden Wechselkurse.
Preisänderungen können Preiserhöhungen oder Preissenkungen zur Folge haben.
Bezüglich 1) entspricht jede Änderung des Reisepreises dem vom Leistungsträger für
Bus, Bahn oder Flug zusätzlich berechneten Betrag des Reisepreises der Preissteigerung
eines Barrels Treibstoff (NY-MEX Index), bezüglich 2) entspricht jede Änderung des
Reisepreises dem vollen Betrag der Gebühren, bezüglich 3) entspricht jede Änderung
des Reisepreises der Veränderung der Wechselkurse.
Im Fall von Preissenkungen wird dem Reisenden der Betrag der Preissenkung erstattet.
Von diesem Betrag kann der Reiseveranstalter aber tatsächliche Verwaltungsausgaben
abziehen. Auf Verlangen des Reisenden belegt der Reiseveranstalter diese
Verwaltungsausgaben.
10.3. Bei einer Erhöhung von mehr als 8 % des Reisepreises (iSd § 8 PRG) kommt 11.4. zur
Anwendung. Der Reisende hat die Wahl, die Erhöhung als Vertragsänderung
anzunehmen, der Teilnahme an einer Ersatzreise – sofern diese angeboten wird –
zuzustimmen oder vom Vertrag zurückzutreten, ohne zur Zahlung einer
Entschädigungspauschale verpflichtet zu sein. Bereits geleistete Versicherungsprämien
können dem Reisenden nicht zurückerstattet werden.
11. Änderungen der Leistung vor Reisebeginn
11.1. Der Reiseveranstalter darf vor Reisebeginn unerhebliche Leistungsänderungen
vornehmen, sofern er sich dieses Recht im Vertrag vorbehalten hat. Der
Reiseveranstalter bzw. der Reisevermittler, wenn die Pauschalreise über einen solchen
gebucht wurde, informiert den Reisenden klar, verständlich und deutlich auf einem
dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, Email) an der von ihm zuletzt
bekanntgegebenen Adresse über die Änderungen.
11.2. Unerheblichen Änderung sind – wobei dies jeweils im Einzelfall zu prüfen ist –
geringfügige, sachlich gerechtfertigte Änderungen, die den Charakter und/oder die
Dauer und/oder den Leistungsinhalt und/oder die Qualität der gebuchten
Pauschalreise nicht wesentlich verändern.
11.3. Bei erheblichen Änderungen kann es sich um eine erhebliche Verringerung der Qualität
oder des Wertes von Reiseleistungen, zu der der Reiseveranstalter gezwungen ist,
handeln, wenn die Änderungen wesentliche Eigenschaften der Reiseleistungen
betreffen und/oder Einfluss auf die Pauschalreise und/oder Reiseabwicklung entfalten.
Ob eine Änderung bzw. Verringerung der Qualität oder des Werts von Reiseleistungen
erheblich ist, muss im Einzelfall unter Rücksichtnahme auf die Art, die Dauer, den
Zweck und Preis der Pauschalreise sowie unter Rücksichtnahme auf die Intensität und
Dauer sowie Ursächlichkeit der Änderung und allenfalls auf die Vorwerfbarkeit der
Umstände, die zur Änderung geführt haben, beurteilt werden.
11.4. Ist der Reiseveranstalter gemäß § 9 Abs 2 PRG zu erheblichen Änderungen im oben
angeführten Sinn jener wesentlichen Eigenschaften der Reiseleistungen, die den
Charakter und Zweck der Pauschalreise ausmachen (vgl § 4 Abs 1 Z 1 PRG), gezwungen
oder kann er Vorgaben des Reisenden, die vom Reiseveranstalter ausdrücklich bestätigt
wurden nicht erfüllen oder erhöht er den Gesamtpreis der Pauschalreise entsprechend
den Bestimmungen des § 8 PRG, um mehr als 8 %, kann der Reisende
– innerhalb einer vom Reiseveranstalter festgelegten angemessenen Frist, den
vorgeschlagenen Änderungen zustimmen, oder
– der Teilnahme an einer Ersatzreise zustimmen, sofern diese vom
Reiseveranstalter angeboten wird, oder
– vom Vertrag ohne Zahlung einer Entschädigung zurücktreten.
Der Reiseveranstalter wird daher den Reisenden in den eben angeführten Fällen über
folgende Punkte an der von ihm zuletzt bekanntgegebenen Adresse klar, verständlich
und deutlich auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, Email) informieren:
– die Änderungen der Reiseleistungen sowie gegebenenfalls deren Auswirkungen
auf den Preis der Pauschalreise
– die angemessene Frist, innerhalb derer der Reisende den Reiseveranstalter über
seine Entscheidung in Kenntnis setzt, sowie die Rechtswirkung der Nichtabgabe
einer Erklärung innerhalb der angemessenen Frist,
– gegebenenfalls die als Ersatz angebotene Pauschalreise und deren Preis.
Dem Reisenden wird empfohlen, sich bei seiner Erklärung der Schriftform zu
bedienen. Gibt der Reisende innerhalb der Frist keine Erklärung ab, so gilt dies als
Zustimmung zu den Änderungen.
12. Reiseroute/Änderungen
12.1. Aufgrund von beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Umwelt- und
Wettereinflüssen (z.B. Regen, Wind, Lawinen, Muren etc.), Naturkatastrophen (z.B.
Erdbeben, Überflutungen, Hurrikans etc.), Grenzsperren, staatlichen Anordnungen,
Staus, Flugzeitenänderungen, Terroranschlägen, Stromausfällen, kurzfristig
geänderten Öffnungszeiten usw. kann von der beworbenen bzw. vertraglich
vereinbarten Route abgewichen werden, Stationen der Rundreise verschoben oder
vorgezogen werden, geplante Besichtigungen ausgelassen oder geändert werden. In
diesen Fällen bemüht sich der Reiseveranstalter gleichwertige Alternativen anzubieten
bzw. allenfalls entfallene Teile an anderer Stelle nachzuholen.
13. Gewährleistung
13.1. Liegt eine Vertragswidrigkeit vor, weil eine vereinbarte Reiseleistung nicht oder
mangelhaft (=vertragswidrig) erbracht wurde, behebt der Reiseveranstalter die
Vertragswidrigkeit, sofern der Reisende oder seine Mitreisenden (z.B.
Familienmitglieder) diese nicht selbst herbeiführt und/oder seine Mitwirkungspflichten
nicht verletzt und/oder die Behebung nicht durch den Reisenden vereitelt wird
und/oder die Behebung nicht unmöglich oder mit unverhältnismäßigen Kosten
verbunden wäre. Der Reisende hat dem Reiseveranstalter eine angemessene Frist für
die Behebung der Vertragswidrigkeit zu setzen, wobei die Angemessenheit der Frist
jeweils im Einzelfall, ausgehend von Art/Zweck/Dauer der Pauschalreise, der
angezeigten Vertragswidrigkeit, dem Zeitpunkt der Meldung (z.B. spätabends etc.),
sowie den erforderlichen Zeitressourcen, die für Ersatzbeschaffung z.B. eines Objektes
(Umzug etc.) notwendig sind, zu beurteilen ist. Eine Fristsetzung hat gegenüber dem
Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort, oder, wenn ein solcher nicht vorhanden
und/oder nicht vertraglich geschuldet ist, gegenüber dem Reiseveranstalter unter der
im Pauschalreisevertrag mitgeteilten Notfallnummer zu erfolgen.
13.2. Unterlässt es der Reisende seiner Mitteilungspflicht gemäß Punkt 4.7. oder seinen
Mitwirkungspflichten nachzukommen (z.B. sich ein vom Reiseveranstalter angebotenes
Ersatzzimmer anzusehen oder seine Koffer für einen Zimmerwechsel zu packen etc.)
oder setzt er dem Reiseveranstalter eine unangemessen kurze Frist zur Behebung der
Vertragswidrigkeit oder unterstützt er den Reiseveranstalter im Rahmen des
zumutbaren bei der Behebung der Vertragswidrigkeit nicht oder verweigert er
rechtsgrundlos, die vom Reiseveranstalter zur Behebung der Vertragswidrigkeit
angebotenen Ersatzleistungen, hat der Reisende die nachteiligen Rechtsfolgen (Vgl
Punkt 4.7.) zu tragen.
13.3. Behebt der Reiseveranstalter innerhalb der angemessenen Frist die Vertragswidrigkeit
nicht, kann der Reisende selbst Abhilfe schaffen und vom Reiseveranstalter den Ersatz
der dafür erforderlichen Ausgaben verlangen (Vgl § 11 Abs 4 PRG). Es gilt der Grundsatz
der Schadenminderungspflicht, dh. der entstandene Schaden (z.B. Kosten für
Ersatzvornahme) ist möglichst gering zu halten, wobei von Dauer, Wert und Zweck der
Reise auszugehen ist. Darüber hinaus ist von einer objektiven Betrachtungsweise der
Vertragswidrigkeit auszugehen.
13.4. Kann ein erheblicher Teil der vereinbarten Reiseleistungen nicht vertragsgemäß
erbracht werden, so bietet der Reiseveranstalter dem Reisenden ohne Mehrkosten,
sofern dies aufgrund der Umstände und Verhältnisse (vor Ort) möglich ist
(Unmöglichkeit z.B. wenn nur ein Hotel in der gebuchten Kategorie vorhanden ist),
angemessene andere Vorkehrungen (Ersatzleistung) zur Fortsetzung der Pauschalreise
an, die, soferne möglich, den vertraglich vereinbarten Leistungen qualitativ
gleichwertig oder höherwertig sind; Gleiches gilt auch dann, wenn der Reisende nicht
vertragsgemäß an den Ort der Abreise zurückbefördert wird. Haben die vom
Reiseveranstalter angebotenen anderen Vorkehrungen unter Umständen eine
gegenüber den vertraglich vereinbarten Leistungen geringere Qualität der
Pauschalreise zur Folge (z.B. Halbpension an Stelle von All-inclusive), so gewährt der
Reiseveranstalter dem Reisenden eine angemessene Preisminderung. Der Reisende
kann die vorgeschlagenen anderen Vorkehrungen nur dann ablehnen, wenn diese nicht
mit den im Pauschalreisevertrag vereinbarten Leistungen vergleichbar sind oder die
gewährte Preisminderung nicht angemessen ist. Im Fall der Ablehnung hat der Reisende
darzulegen, dass die vom Reiseveranstalter angebotenen anderen Vorkehrungen
gegenüber den vertraglich vereinbarten Leistungen nicht gleichwertig/vergleichbar
sind und/oder die angebotene Preisminderung nicht ausreichend ist.
13.5. Hat die Vertragswidrigkeit erhebliche Auswirkungen im Sinne von Punkt 11.3. auf die
Durchführung der Pauschalreise und behebt der Reiseveranstalter die
Vertragswidrigkeit innerhalb einer vom Reisenden gesetzten, die Umstände und
Vertragswidrigkeiten berücksichtigenden angemessenen Frist (vgl 13.1.) nicht, so kann
der Reisende, sofern ihm die Fortsetzung der Pauschalreise ausgehend von der
Maßfigur eines durchschnittlichen Reisenden nicht zumutbar ist, ohne Zahlung einer
Entschädigung vom Pauschalreisevertrag zurücktreten und gegebenenfalls
gewährleistungs- und schadenersatzrechtliche Ansprüche gemäß § 12 PRG erheben.
Tritt der Reisende vom Pauschalreisevertrag zurück sollte er sich bewusst sein, dass
damit ein gewisses Risiko verbunden ist, da sowohl die Erheblichkeit der Auswirkungen
von Vertragswidrigkeiten als auch die Zumutbarkeit der Fortsetzung der Reise im
subjektiven Einzelfall (von einem Richter) zu beurteilen sind und das Ergebnis dieser
Beurteilung von der Wahrnehmung des Reisenden abweichen kann. Können keine
anderen Vorkehrungen nach Punkt 13.4. angeboten werden oder lehnt der Reisende
die angebotenen anderen Vorkehrungen nach Punkt 13.4. ab, stehen dem Reisenden
bei vorliegender Vertragswidrigkeit gewährleistungs- und schadenersatzrechtliche
Ansprüche gemäß § 12 PRG auch ohne Beendigung des Pauschalreisevertrags zu. Im Fall
der Ablehnung hat der Reisende darzulegen, dass die vom Reiseveranstalter
angebotenen anderen Vorkehrungen gegenüber den vertraglich vereinbarten
Leistungen nicht gleichwertig/vergleichbar sind und/oder die angebotene
Preisminderung nicht ausreichend ist. Ist die Beförderung von Personen Bestandteil der
Pauschalreise, so sorgt der Reiseveranstalter in den in diesem Absatz genannten Fällen
außerdem für die unverzügliche Rückbeförderung des Reisenden mit einem
gleichwertigen Beförderungsdienst ohne Mehrkosten für den Reisenden.
13.6. Können Leistungen aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände nicht
erbracht werden und tritt der Reiseveranstalter dennoch nicht von der Pauschalreise
zurück (vgl 17.1.), sondern bietet Ersatzleistungen an, sind die dadurch allenfalls
entstehenden Mehrkosten zu 50% vom Reisenden zu tragen.
14. Rücktritt des Reisenden ohne Entrichtung einer Entschädigungspauschale
14.1. Der Reisende kann vor Beginn der Pauschalreise – ohne Entrichtung einer
Entschädigungspauschale – in folgenden Fällen vom Pauschalreisevertrag zurücktreten:
14.1.1. Wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe, wobei dies im
Einzelfall unter Berücksichtigung des Vertragsinhalts und der Ausstrahlung des
relevanten Umstands, welcher die Gefahr mit sich bringt, zu beurteilen ist,
unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände auftreten, die die
Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den
Bestimmungsort erheblich im Sinne des 11.3. beeinträchtigen. Tritt der
Reisende in diesen Fällen vom Vertrag zurück, hat er Anspruch auf die volle
Erstattung aller für die Pauschalreise getätigten Zahlungen, nicht aber auf
eine zusätzliche Entschädigung (Vgl § 10 Abs 2 PRG).
14.1.2. In den Fällen des Punktes 11.4.
Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter – wobei aus Gründen der
Beweisbarkeit Schriftform empfohlen wird – zu erklären.
14.2. Der Reisende kann nach Beginn der Pauschalreise in den Fällen des Punktes 13.5. –
ohne Entrichtung einer Entschädigungspauschale – vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten.
15. Rücktritt des Reisenden unter Entrichtung einer Entschädigungspauschale
15.1. Der Reisende ist jederzeit berechtigt, gegen Entrichtung einer
Entschädigungspauschale (Stornogebühr), vom Vertrag zurückzutreten. Der Rücktritt
ist gegenüber dem Reiseveranstalter – wobei aus Gründen der Beweisbarkeit
Schriftform empfohlen wird – zu erklären. Wenn die Pauschalreise über einen
Reisevermittler gebucht wurde, kann der Rücktritt auch gegenüber diesem erklärt
werden. Dem Reisenden wird empfohlen, den Rücktritt auf einem dauerhaften
Datenträger (z.B. Papier, Email) zu erklären.
15.2. Die Entschädigungspauschale steht in einem prozentuellen Verhältnis zum Reisepreis
und richtet sich bezüglich der Höhe nach dem Zeitpunkt der Rücktrittserklärung sowie
nach den erwarteten ersparten Aufwendungen und Einnahmen aus anderweitiger
Verwendung der Reiseleistungen. Im Falle der Unangemessenheit der
Entschädigungspauschale kann diese vom Gericht gemäßigt werden.
15.3. Je nach Pauschalreiseart ergeben sich pro Person folgende Entschädigungspauschalen:
Meldung sofort, schriftlich, persönliche Unterschrift (kein E-Mail), zeitlicher Eingang zu
Bürozeiten. Stornokosten: bis 60 Tage vor Reiseantritt: 30% des Reisepreises 59. Tag bis 30.
Tag vor Reiseantritt: 50% des Reisepreises 29. Tag bis 20. Tag vor Reiseantritt: 80% des
Reisepreises 19. Tag bis zum Tag der Reise: 100% des Reisepreises
16. No-show
16.1. No-show liegt vor, wenn der Reisende der Abreise fernbleibt, weil es ihm am
Reisewillen mangelt oder wenn er die Abreise wegen einer ihm zurechenbaren
Handlung oder wegen eines ihm widerfahrenen Zufalls versäumt. Ist weiters
klargestellt, dass der Reisende die verbleibenden Reiseleistungen nicht mehr in
Anspruch nehmen kann oder will, hat er folgende Entschädigungspauschale zu
entrichten: 100% des Reisepreises
17. Rücktritt des Reiseveranstalters vor Beginn der Reise
17.1. Der Reiseveranstalter kann vor Beginn der Pauschalreise vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten, wenn er aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände an
der Erfüllung des Vertrags gehindert ist und seine Rücktrittserklärung dem Reisenden
an der zuletzt von ihm genannten Zustell-/Kontaktadresse unverzüglich, spätestens
vor Beginn der Pauschalreise zugeht (vgl § 10 Abs 3 lit b PRG).
17.2. Der Reiseveranstalter kann vor Beginn der Pauschalreise vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten, wenn sich für die Pauschalreise weniger Personen als die im Vertrag
angegebene Mindestteilnehmerzahl angemeldet haben und die Rücktrittserklärung des
Reiseveranstalters dem Reisenden an der zuletzt von ihm genannten Zustell-/
Kontaktadresse innerhalb der im Vertrag festgelegten Frist, spätestens jedoch:
a) 20 Tage vor Beginn der Pauschalreise bei Reisen von mehr als sechs Tagen,
b) sieben Tage vor Beginn der Pauschalreise bei Reisen zwischen zwei und sechs
Tagen,
c) 48 Stunden vor Beginn der Pauschalreise bei Reisen, die weniger als zwei Tage
dauern,
zugeht (vgl § 10 Abs 3 lit a PRG).
17.3. Tritt der Reiseveranstalter gemäß 17.1. oder 17.2. vom Pauschalreisevertrag zurück,
erstattet er dem Reisenden den Reisepreis, er hat jedoch keine zusätzliche
Entschädigung zu leisten.
18. Rücktritt des Reiseveranstalters nach Beginn der Pauschalreise
18.1. Der Reiseveranstalter wird von der Vertragserfüllung ohne Verpflichtung zur
Rückerstattung des Reisepreises befreit, wenn der Reisende die Durchführung der
Pauschalreise durch grob ungebührliches Verhalten (wie z.B. Alkohol, Drogen,
Nichteinhalten eines Rauchverbotes, Missachten bestimmter Bekleidungsvorschriften
z.B. beim Besuch religiöser Stätten oder bei der Einnahme von Mahlzeiten, strafbares
Verhalten, störendes Verhalten gegenüber Mitreisenden, Nichteinhalten der Vorgaben
des Reiseleiters wie z.B. regelmäßiges Zuspätkommen etc.), ungeachtet einer
Abmahnung stört, sodass der Reiseablauf oder Mitreisende gestört und in einem
Ausmaß behindert werden, dass geeignet ist, die Urlaubserholung Dritter oder
Mitreisender zu beinträchtigen oder den Reisezweck zu vereiteln. In einem solchen Fall
ist der Reisende dem Reiseveranstalter gegenüber zum Ersatz des Schadens
verpflichtet.
19. Allgemeines Lebensrisiko des Reisenden
19.1. Eine Pauschalreise bringt in der Regel eine Veränderung der gewohnten Umgebung mit
sich. Eine damit einhergehende Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos des
Reisenden wie beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), Stress, Übelkeit
(z.B. aufgrund klimatischer Veränderungen), Müdigkeit (z.B. aufgrund eines feuchtschwülen
Klimas), Verdauungsprobleme (z.B. aufgrund ungewohnter Gewürze, Speisen
etc.) und/oder eine Verwirklichung eines allenfalls mit der Reise verbundenen Risikos
wie beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Ohrenschmerzen bei
Tauchreisen, Höhenkrankheit bei Reisen in große Höhe, Seekrankheit bei Kreuzfahrten
und vieles mehr, fallen in die Sphäre des Reisenden und sind dem Reiseveranstalter
nicht zuzurechnen.
19.2. Nimmt der Reisende Leistungen, die ihm ordnungsgemäß angeboten wurden, aus den
oben genannten Gründen nicht in Anspruch oder erklärt er aus einem solchen Grund
den Vertragsrücktritt, ist er nicht berechtigt, gewährleistungsrechtliche Ansprüche
oder Rückforderungen von nicht in Anspruch genommenen Teilen von Reiseleistungen
geltend zu machen.
20. Haftung
20.1. Verletzen der Reiseveranstalter oder ihm zurechenbare Leistungsträger schuldhaft die
dem Reiseveranstalter aus dem Vertragsverhältnis mit dem Reisenden obliegenden
Pflichten, so ist dieser dem Reisenden zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens
verpflichtet.
20.2. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Personen-, Sach- und Vermögensschäden des
Reisenden die im Zusammenhang mit gebuchten Leistungen entstehen, sofern sie
20.2.1. eine Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos des Reisenden oder eines
allenfalls mit der Pauschalreise verbundenen allgemeinen Risikos, welches in
die Sphäre des Reisenden fällt, darstellen (vgl 19.)
20.2.2. dem Verschulden des Reisenden zuzurechnen sind;
20.2.3. einem Dritten zuzurechnen sind, der an der Erbringung der vom
Pauschalreisevertrag umfassten Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die
Vertragswidrigkeit weder vorhersehbar noch vermeidbar war; oder
20.2.4. auf unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände zurückzuführen sind.
20.3. Für Sach- und Vermögensschäden des Reisenden die auf unvorhersehbare und /oder
unvermeidbare Umstände, mit denen der Reiseveranstalter nicht rechnen musste,
zurückzuführen sind, sowie für entschuldbare Fehlleistungen bis hin zur Fahrlässigkeit,
wird die Haftung ausgehend von Art 13 der Richtlinie (EU) 2015/2302
(Pauschalreiserichtlinie) in Entsprechung des § 6 Abs 1 Z. 9 KschG auf das Dreifache
des Reisepreises beschränkt.
20.4. Bei Reisen mit besonderen Risken (z.B. Expeditionscharakter) haftet der
Reiseveranstalter nicht für die Folgen, die sich im Zuge der Verwirklichung der Risken
ergeben, wenn dies außerhalb seines Pflichtenbereiches geschieht. Unberührt bleibt
die Verpflichtung des Reiseveranstalters, die Pauschalreise sorgfältig vorzubereiten
und die mit der Erbringung der einzelnen Reiseleistungen beauftragten Personen und
Unternehmen sorgfältig auszuwählen.
20.5. Der Reisende hat Gesetzen und Vorschriften, Anweisungen und Anordnungen des
Personals vor Ort, sowie Geboten und Verboten (z.B. Badeverbot, Tauchverbot etc.)
Folge zu leisten. Bei Nichtbefolgen durch den Reisenden haftet der Reiseveranstalter
nicht für allenfalls daraus entstehende Personen- und Sachschäden des Reisenden oder
Personen- und Sachschäden Dritter.
20.6. Der Reiseveranstalter haftet nicht für die Erbringung einer Leistung, welche nicht von
ihm zugesagt worden ist bzw. welche vom Reisenden nach Reiseantritt selbst vor Ort
bei Dritten bzw. dem Reiseveranstalter nicht zurechenbaren Leistungsträgern
zusätzlich gebucht worden ist.
20.7. Dem Reisenden wird empfohlen, keine Gegenstände besonderen Werts mitzunehmen.
Weiters wird empfohlen, die mitgenommenen Gegenstände ordnungsgemäß zu
verwahren bzw. zu versichern (vgl 5.1.).
20.8. Soweit das Montrealer Übereinkommen über die Beförderung im internationalen
Luftverkehr 2001, das Athener Protokoll 2002 zum Athener Übereinkommen über die
Beförderung auf See 1974 oder das Übereinkommen über den internationalen
Eisenbahnverkehr 1980 idF 1999 den Umfang des Schadenersatzes oder die
Bedingungen, unter denen ein Erbringer einer vom Pauschalreisevertrag umfassten
Reiseleistung Schadenersatz zu leisten hat, einschränken, gelten diese
Einschränkungen auch für den Reiseveranstalter (Vgl § 12 Abs 4 PRG).
21. Geltendmachung von Ansprüchen
21.1. Um die Geltendmachung und Verifizierung von behaupteten Ansprüchen zu
erleichtern, wird dem Reisenden empfohlen, sich über die Nichterbringung oder
mangelhafte Erbringung von Leistungen schriftliche Bestätigungen geben zu lassen
bzw. Belege, Beweise, Zeugenaussagen zu sichern.
21.2. Gewährleistungsansprüche können innerhalb von 2 Jahren geltend gemacht werden.
Schadenersatzansprüche verjähren nach 3 Jahren.
21.3. Es empfiehlt sich, im Interesse des Reisenden, Ansprüche unverzüglich nach Rückkehr
von der Pauschalreise vollständig und konkret bezeichnet direkt beim
Reiseveranstalter oder im Wege des Reisevermittlers geltend zu machen, da mit
zunehmender Verzögerung mit Beweisschwierigkeiten zu rechnen ist.
22. Zustellung – elektronischer Schriftverkehr
22.1. Als Zustell-/ Kontaktadresse des Reisenden gilt die dem Reiseveranstalter zuletzt
bekannt gegebene Adresse (z.B. Email-Adresse). Änderungen sind vom Reisenden
unverzüglich bekanntzugeben. Es wird dem Reisenden empfohlen, sich dabei der
Schriftform zu bedienen.
23. Auskunftserteilung an Dritte
23.1. Auskünfte über die Namen der Reiseteilnehmer und die Aufenthaltsorte von Reisenden
werden an dritte Personen auch in dringenden Fällen nicht erteilt, es sei denn, der
Reisende hat eine Auskunftserteilung ausdrücklich gewünscht und der Berechtigte wird
bei Buchung bekannt gegeben. Die durch die Übermittlung dringender Nachrichten
entstehenden Kosten gehen zu Lasten des Reisenden. Es wird daher den Reisenden
empfohlen, ihren Angehörigen die genaue Urlaubsanschrift bekanntzugeben.